Temperatur

Bereits bei den ersten Ölkrisen der 1970-80er-Jahre rückte die Abhängigkeit von der (endlichen) Verfügbarkeit von Heizenergieträgern zunehmend ins Bewusstsein. In unseren wechselhaften und kälteren Klimazonen wurden seither Gebäude immer besser isoliert, um Energie (meist: Heizöl) zu sparen.

Da mit der besseren Isolation auch ein verminderter Raumluftwechsel verbunden war, entwickelte die Haustechnik kontrollierte Wohnungslüftungsanlagen, die unabhängig vom manuellen Lüftungsverhalten der Bewohner (Fensterlüftung) für den erforderlichen Luftaustausch sorgen sollen.  Schlecht isolierte Stellen in der Gebäudehülle können mit der Thermografie-Kamera lokalisiert werden. Die Schaffung eines behaglichen Raumklimas mit gleichmässiger Wärmeverteilung gestaltet sich jedoch nicht immer ganz einfach. Zur Vermeidung einer störenden Luftwalze sind zu grosse Temperaturunterschiede zu vermeiden.

Aus baubiologischer Sicht hat sich gezeigt, dass der Mensch gerade auf Strahlungswärme besonders positiv reagiert. Räume, in denen der Wärmebedarf über Strahlungsheizflächen verteilt wird, können aufgrund der menschlichen Physiologie um bis zu 1,5°C niedriger temperiert werden.